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Ein Dankeschön an alle Unterstützer

Die Stadt Delitzsch bedankt sich bei allen Unterstützern der Bewerbung für die 7. Sächsische Landesgartenschau 2015. Sie haben gezeigt, dass wir als ganze Region hinter dieser Bewerbung gestanden und das Ereignis mit Herz, Seele und Verstand gewollt haben. Danke für Ihre Wortmeldungen, Ihre Ideen, Ihre Zeit, Ihre finanziellen Spenden und Ihr Networking. Danke an die Leipziger Volkszeitung, die über Monate diese Bewerbung begleitet hat. Danke an die Delitzscher Stadträte, die sich mit zwei einstimmigen Beschlüssen bewusst für diese Bewerbung entschieden haben.

Auch an die über 2.000 Bürger, die auf Unterschriftenlisten, bei facebook.com, Xing.de und StudiVZ.de ihre Unterstützung signalisiert haben, geht ein großes Dankeschön, genauso wie an Herrn Wolfram und Herrn Kölz vom Kreiskleingärtnerverband. Herrn Schubert und Frau Naumann von bauconzept in Lichtenstein sei für die einmalig schöne Bewerbungsmappe gedankt – angeblich die dickste, die jemals eingereicht wurde… Auch an die vielen, vielen hier Ungenannten, die die Delitzscher Bewerbung so stark gemacht haben: DANKE!

Sieger der Herzen: Delitzsch wirft die Harke nicht hin

Wie heute aus dem Sächsischen Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft bekannt wurde, hat Oelsnitz/Erz. den Zuschlag für die 7. Sächsische Landesgartenschau 2015 erhalten. Auch Delitzsch hatte sich um die Durchführung der sechs Monate dauernden Gartenschau beworben und dabei das Gelände des historischen Stadtparks mit attraktiven Korrespondenzstandorten in die Wagschale geworfen. Offenbar waren die Kompaktheit des Geländes, die gute Lage in Mitteldeutschland und die Barrierefreiheit nicht gewichtig genug, um die Fachjury, die im Oktober das Gelände bereist hatte, und das sächsische Kabinett, das nun entschieden hat, zu überzeugen. ‘Sieger der Herzen: Delitzsch wirft die Harke nicht hin’ weiterlesen

„Dieser Standort hat sonnige Aussichten“

Oberbürgermeister Manfred Wilde spricht im Interview von einem guten Gefühl für die Gartenschau

Delitzsch. Morgen will das sächsische Kabinett über die Vergabe der Landesgartenschau im Jahr 2015 befinden. Dann wird in Dresden der Ort bekannt gegeben. Beworben hat sich auch die Große Kreisstadt Delitzsch. Ihr Konzept steht unter dem Motto „Stadt-Land-Fluss“. Eine gesamte Region steht hinter der Delitzscher Bewerbung, die zudem von einem Beirat unterstützt wird. Die Kreiszeitung sprach kurz vor der Entscheidung mit dem Delitzscher Oberbürgermeister Manfred Wilde (parteilos).

Frage: Delitzsch hat nunmehr seit neun Monaten intensiv an der Bewerbung für die Landesgartenschau 2015 gearbeitet. Wie ist heute Ihr Gefühl, einen Tag vor der Kabinettentscheidung?

Manfred Wilde: Ich habe ein gutes Gefühl, weil wir mehr als nur unsere Hausaufgaben gemacht haben. Unsere schriftliche Bewerbung hat mit Inhalt, Form und einem runden Konzept überzeugt und die Wortmeldungen vieler, vieler Menschen haben zudem gezeigt, dass Delitzsch die Laga durchführen will und auch kann. Der Stadtrat und die Bevölkerung haben deutlich gemacht, dass sie stolz darauf wären, mit dieser Gartenschau in Delitzsch den Freistaat zu repräsentieren.

Apropos – es ist ja die Gartenschau des Landes. Warum ist denn nun gerade Delitzsch prädestiniert, den Freistaat mit dieser Großveranstaltung zu vertreten?

Mit ihren vielen Facetten bietet unsere Heimatstadt einen Querschnitt der Dinge, die für den Freistaat typisch sind: eine solide Finanzpolitik und eine ausgezeichnete Infrastruktur. Zudem sind wir das grüne Schaufenster des Freistaates und bilden das Tor für die Gäste aus Sachsen-Anhalt und Thüringen und die Bewohner des gesamten dicht besiedelten mitteldeutschen Raumes. Dadurch erhoffen wir für uns, aber natürlich auch für den Freistaat eine sehr besucherstarke Landesgartenschau durchführen zu können. Aufgrund unserer geographischen Lage können wir zudem eine Art Schönwettergarantie geben, denn 2010 hatte Delitzsch laut Meteomedia mit 1768 die meisten Sonnenstunden im Freistaat. Dieser Standort hat also sonnige Aussichten. Dass wir nachgewiesenermaßen auch über saubere Luft verfügen, wurde ebenfalls kürzlich vermeldet. Laga 2015 – wo, wenn nicht hier?!

In den vergangenen Monaten wurde die Delitzscher Bewerbung auf einer Welle der Unterstützung aus nah und fern regelrecht getragen. Auch in dieser Zeitung konnte man das seit Wochen verfolgen. Waren Sie eigentlich überrascht, wie viele und welche Menschen sich zu dieser Gartenschau bekannt haben?

Es hat mich nicht verwundert, aber ehrlich beeindruckt, mit wie viel Elan und Optimismus wir als Delitzscher an diese Bewerbung gegangen sind. Die breite Unterstützung durch Kleingärtner, Wirtschaft, Handel, Kulturschaffende, Vereine, Kirchen, Verbände ist bis über die Kreisgrenzen hinausgedrungen und hat dann auch die ehemaligen Delitzscher begeistern können. Dieser Schwung, der im letzten dreiviertel Jahr entstanden ist, ist ein Signal nach Dresden: Hier fiebert eine ganze Region für diese Landesgartenschau und diese Energie, diese Ideen, die Sponsoren und die Weltoffenheit bilden ein Kraftpaket, das nicht zuletzt Sicherheit für das Gelingen einer solchen Großveranstaltung verspricht.

Interview: Frank Pfütze

Barockschloss mit Gartenausstellung und Plänen für 2015

„Von denen Lustgärten“ nennt sich eine Ausstellung im Museum Barockschloss Delitzsch, die dort am 9. Februar eröffnet wird. Die Gartenkunst des 17. und 18. Jahrhunderts in Mitteldeutschland steht im Mittelpunkt dieser Schau, in der u. a. Kupferstiche der Leipziger Bürgergärten, Nachschlagewerke zur Gartenkunst und Botanik vom 16. bis 18. Jahrhundert, Gemälde, Porzellanplastiken und alte Gartengeräte zu sehen sind.

In der Epoche des Barock wurde zum ersten Mal die Forderung erhoben, die Gartenkunst als eigene Gattung der Kunst anzusehen und den anderen Kunstdisziplinen gleichzustellen. Wichtigste Anforderung war dabei die Schaffung und Inszenierung eines Gesamtkunstwerkes, welches die Macht und Stärke des absolutistischen Fürsten verherrlichen sollte. Aufwändig gestaltete und unter bestimmten Maßgaben geplante Gartenanlagen, sogenannte Lustgärten, begleiteten die Schlossbauten dieser Zeit.
Die Ausstellung gibt einen Einblick in die Geschichte der Gartenkunst von der Antike bis zur Mitte des 18. Jahrhunderts und widmet sich im Speziellen den Gestaltungsprinzipien des französischen Gartens. Weiterhin erfährt man Wissenswertes über die Nutzung der barocken Gartenanlagen sowie deren Blumen- und Gehölzbestände. Mit Beschreibungen des Delitzscher und des Merseburger Gartens werden zwei Anlagen des Fürstentums Sachsen-Merseburg näher beleuchtet.

Doch damit hat sich die Gartenthematik für das Museum Barockschloss Delitzsch nicht erschöpft. Museumsmitarbeiterin und Ausstellungskuratorin Isabell Aurin-Miltschus kündigt an: „Das Museum Barockschloss Delitzsch kann 2015 begleitend zur Landesgartenschau die im Jahr 2011 gezeigte Sonderausstellung „Von denen Lustgärten“ weiterführen. Dann könnte sich eine Ausstellung der Zeit der Aufklärung und dem damit verbundenen Wunsch zur naturnahen Garten- und Landschaftsgestaltung widmen. Zum Beispiel der Fürst-Pückler-Park in Bad Muskau würde dann näher betrachtet werden.“